Albertina Museum



Albertina Museum


Die Albertina in Wien zählt zu den bedeutendsten Sammlungen der Welt. Seit 1805 ist sie in einem der prachtvollsten klassizistischen Palais Europas beheimatet. Ihr Name geht auf Herzog Albert von Sachsen-Teschen, den Begründer der Sammlung und Schwiegersohn von Kaiserin Maria Theresia, zurück. Herzog Albert ließ das barocke Stadtpalais des Grafen Silva-Tarouca zwischen 1802 und 1804 durch einen imposanten Prunkraumflügel, erbaut vom belgischen Architekten Louis de Montoyer, erweitern. Die exquisite Ausstattung im Louis Seize Stil kam aus den königlich französischen Hofwerkstätten zu Paris und Versailles. 1822 veranlasste Erzherzog Carl, Adoptivsohn und Erbe von Herzog Albert, die Neugestaltung der nunmehr habsburgischen Prunkräume im Stil des französischen Empire und beauftragte Joseph Danhauser, das Palais mit edlen Möbeln und kunstvollen Parkettböden auszustatten. Das hochherrschaftliche historistische Erscheinungsbild der Palaisfassaden von 1867 ist auf Erzherzog Albrecht, Carls ältesten Sohn, zurückzuführen. Zwischen 1895 und 1897, in der letzten Ausstattungsphase des Palais, entstand unter Albrechts Neffen und Adoptivsohn Erzherzog Friedrich das sogenannte Spanische Appartement, die einzige permanente Residenz der spanischen Königsfamilie außerhalb des eigenen Landes.


Musensaal


Der Musensaal diente als Speisesaal und bot den repräsentativen Rahmen für glanzvoll Soireen und prunkvolle Bälle. Fünf prächtige Kristallluster ließen das Zentrum der Habsburgischen Prunkräume erstrahlen, und 258 in dem umlaufenden Rosettenfries zusätzlich verankerte Kerzen tauchten den Saal in ein Lichtermeer. Zu dem prachtvollen Erscheinungsbild tragen auch die kostbaren Stuckmarmorverkleidungen der Wandfelder und Pilaster sowie die vergoldeten Türen und Dekorationen bei. Der Name des Saales leitet sich vom Figurenzyklus Apollon und die neun Musen ab. Die lebensgroßen, mit einer Marmor imitierenden Polierweißoberfläche versehenen Sandsteinfiguren stammen ebenfalls von Joseph Klieber, der sich bei dieser Arbeit von Werken des Bildhauers Antonio Canova inspirieren ließ.